Problematische Inhaltsstoffe in der konventionellen Kosmetik (Teil 1) | Natrlich Schner

Gastartikel |

100 Pure problematische Inhaltsstoffe in Kosmetik

Immer mehr Verbraucher haben ein Interesse daran, welche Inhaltsstoffe in ihrer Kosmetik stecken. Viele der in konventioneller Kosmetik verwendeten Inhaltsstoffe sind alles andere als unbedenklich, sei es fr den Anwender oder fr die Umwelt. Deswegen zeige ich heute drei Inhaltsstoffe, die man in Kosmetik besser meiden sollte, die aber dennoch sehr hufig in konventionellen Produkten eingesetzt werden:

Mineralle

Statt hochwertiger Pflanzenle verwenden konventionelle Kosmetikhersteller gern Mineralle. Diese sind nicht nur gnstiger, sondern haben den Vorteil, dass sie meist keinerlei allergische Reaktionen hervorrufen. Auerdem sind sie gut zu verarbeiten und sehr lange haltbar. Allerdings bringen Mineralle fr die Haut eher wenig, da sie kaum in die Haut eindringen knnen und sich eher wie ein Film darber legen. Dadurch wird der Feuchtigkeitsverlust der Haut gestoppt, was bei bestimmten Hautzustnden sogar wnschenswert sein kann. Fr die gesunde Haut ist es aber eher kontraproduktiv, da die Regenerationsprozesse der Haut verlangsamt werden knnen und die Haut dadurch auf Dauer immer mehr austrocknet. Auch Hautunreinheiten knnen vermehrt auftreten.

Doch das ist nicht das einzige Problem von Minerallen. Vor einiger Zeit hat Stiftung Warentest festgestellt, dass trotz der starken Reinigung in kosmetischen Minerallen immer noch ein recht hoher Anteil MOAH (Mineral Oil Aromatic Hydrocarbons) enthalten ist. Diese aromatischen Kohlenwasserstoffe stehen in Verdacht, krebserregend und erbgutverndernd zu sein. Gerade bei Lippenpflegeprodukten sollte man deshalb unbedingt welche verwenden, die ohne Mineralle auskommen, da diese MOAH sonst sehr leicht in den Krper gelangen knnen. Ob eine Aufnahme auch ber die Haut mglich ist, ist noch nicht abschlieend geklrt. Aber gerade bei kleineren Verletzungen, wie sie beispielsweise beim Rasieren entstehen, knnen sie auf jeden Fall eindringen. Deswegen ist ein genereller Verzicht auf Mineralle in Kosmetikprodukten durchaus angeraten.

Erkennen kann man Mineralle an Bezeichnungen wie: Paraffinum Liquidum, Petrolatum, Vaseline, Cera Microcristallina, Paraffin Oil, Mineralwachs, Paraffinwachs etc.

100 Pure problematische Inhaltsstoffe in Kosmetik

PEGs

Polyethylenglycole (oder kurz PEG) werden in konventioneller Kosmetik hufig als Emulgatoren, Rckfetter und Waschsubstanzen eingesetzt. Deshalb findet man sie in vielen Shampoos oder Duschgels, aber auch in Cremes oder Lotionen. Das Problem von PEGs ist, dass sie die Schutzbarriere der Haut abschwchen und die Haut dadurch durchlssiger machen. Dies mag durchaus gewollt sein, um Wirkstoffe in die Haut einzuschleusen, allerdings knnen auch Schadstoffe dadurch leichter eindringen.

Ein weiteres Problem von PEGs ist, dass ihre emulgierende Aktivitt auch in der Haut bestehen bleibt. Das kann dazu fhren, dass auch hauteigene Lipide ausgewaschen werden und die Haut austrocknet. Des Weiteren sind PEGs in Verruf geraten, da es bei einigen whrend der Herstellung zur Entstehung von Dioxan, das als krebserregend gilt, kommen kann. Insbesondere Produkte mit Sodium Laureth Sulfaten sind hufig mit Dioxan verunreinigt.

Erkennen kann man PEGs entweder an der Bezeichung PEG oder an Endungen auf -eth (z.B. Sodium Laureth Sulfate, ein sehr hufig eingesetztes Tensid)

Parabene

Parabene verfgen ber eine antimikrobielle und fungizide Wirkung, weshalb sie hufig als Konservierungsmittel in Kosmetik eingesetzt werden. In die Kritik geraten sind Parabene, als nachgewiesen wurde, dass sie hormonell wirksam sind. Insbesondere der Hormonhaushalt von mnnlichen Ften und Kindern kann davon beeinflusst werden. In der Folge wurden einige Parabene fr den Einsatz in Kosmetik komplett verboten, fr andere wurden strenge Hchstkonzentrationen festgelegt. Propylparabene und Butylparabene drfen in Babyprodukten zur Hautpflege im Windelbereich nicht mehr eingesetzt werden.

Auch wenn das Bundesinstitut fr Risikobewertung (BfR) Parabene im erlaubten Konzentrationsbereich als sicher ansieht, wird zu wenig bercksichtigt, dass die Gesamtkonzentration sich deutlich ber den als unkritisch angesehenen Bereich hinaus bewegen kann, wenn man mehrere verschiedene Kosmetikprodukte damit benutzt. Insbesondere bei Kindern und Schwangeren wrde ich auf die Verwendung von Kosmetikprodukten, die Parabene enthalten, verzichten, zumal es mittlerweile Studien darber gibt, dass Kinder von Frauen, die whrend der Schwangerschaft Kosmetik mit hormonell wirksamen Inhaltsstoffen verwendet haben, frher in die Pubertt kommen.

Erkennen kann man Parabene in der INCI-Liste sehr leicht, da sie immer den Wortbestandteil -parabene enthalten.

Fazit

Dies sind drei problematische Inhaltsstoffe, die sehr hufig in konventioneller Kosmetik eingesetzt werden und bei denen einiges dafr spricht, sie lieber nicht zu benutzen. Die Alternative ist Naturkosmetik, bei der diese Stoffe nicht eingesetzt werden.

Mehr ber problematische Inhaltsstoffe in Kosmetik erfahrt ihr demnchst im zweiten Teil.


Gastartikel von

Michaela von Natrlich Schner

"Ich liebe es, INCI-Listen zu studieren und neue Naturkosmetik zu entdecken"

www.natuerlich-schoener.com

Michaela von Natrlich Schner

Michaela lebt mit ihrem Ehemann und zwei Kindern in Kln, bloggt seit 2010 ber Naturkosmetik und Inhaltsstoffe.
Seit einiger Zeit beschftigt sie sich auerdem mit Nachhaltigkeit, Aromatherapie und Healthy Lifestyle.

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